5 Urbane Legenden aus München, die garantiert gruselig sind

08/22/2019

Lasst euch beim Genuss vom Bier auf dem Nockherberg nicht von wilden Urbanen Legenden zurückschrecken. Aber vorsichtshalber von Kutschen Abstand nehmen!

Ihr denkt, ihr kennt München? So richtig? Wie wäre es mit ein paar Schauergeschichten und Urbanen Legenden, die euch bestimmt Gänsehaut verleihen werden. Es gibt rund um die bayerische Haupststadt eine Unmenge an Geistergeschichten und Spuk. Sind diese Geschichten Wahrheit oder Erfindung? So richtig vermag das keiner zu sagen… In einem Escape Room kann es ja schonmal ein bisschen  gruselig zugehen, aber was wir aus der Münchner Geschichtsschreibung lernen, steckt voller gruseliger Urbaner Legenden. 

Die weiße Frau vom Ebersberger Forst

In den 40ern des letzten Jahrhunderts passierte mitten im Ebersberger Forst ein Unfall, bei dem eine Autofahrerin tödlich verunglückte. Der Verursacher dieses Unfalls zog die, zu diesem Zeitpunkt noch lebende, Frau aus ihrem Auto und versteckte sie im Gebüsch, anstatt sie ins nächste Krankenhaus zu fahren. Deshalb starb sie. Sie hat bis heute nicht damit abgeschlossen, denn ab und zu erscheint ihr Geist den Autofahrern, die die kleine Hubertuskapelle am Straßenrand passieren. Dann steht da gemäß der Urbanen Legende eine weiße Frau am Straßenrand. Wenn man sie aufgabelt und mitfahren lässt, ist alles in Ordnung (außer, dass man vielleicht hochgezogene Augenbrauen sieht, wenn man die Geschichte daheim erzählt). Wer aber an ihr vorbeifährt, findet sie plötzlich im Rücksitz des Autos wieder, von wo aus sie auf einmal ins Lenkrad eingreift und das Auto von der Straße abbringt. 

Wenn man den Zorn der weißen Frau aus der Urbanen Legende auf sich zieht, hat man ein großes Problem!
Wenn man den Zorn der weißen Frau aus der Urbanen Legende auf sich zieht, hat man ein großes Problem!

Die schwarze Frau der Residenz

Ob Zufall oder nicht, die weiße Frau hat ein Gegenstück, das die Münchner Residenz bewohnen soll. Laut der gruseligen Urbanen Legende wird seit etwa 300 Jahren immer mal wieder eine Frau in traditioneller Trauerkleidung gesichtet. Allerdings haben Normalsterbliche nichts von zu befürchten, jedoch die Mitglieder des Hauses Wittelsbach, der Familie des ehemaligen bayerischen Königs, umso mehr. Öfters geschah es, dass wenn die Frau erschien, innerhalb kurzer Zeit ein Familienmitglied der Wittelsbacher starb. So wurde sie vor dem Tod der Könige Max II., Ludwig I. und II. gesichtet. Auch heute noch soll ab und zu jemand in der Residenz eine schwarze Gestalt schnell durch einen Raum huschen sehen, die daraufhin unauffindbar ist. Eine der ältesten und gruseligsten Urbanen Legenden Münchens, die bis heute Bestand hat. 

Der Zacherl am Nockherberg

Der Nockherberg in München ist Sitz der Paulanerbrauerei, die bis 2016 auch hier braute. Ursprünglich handelte es sich um eine Klosterbrauerei, welche nach der Säkularisation von Franz Xaver Zacherl 1813 gekauft wurde. Er nannte sie in Zacherlbräu um, nach seinem Tod jedoch wechselten seine Söhne wieder zum ursprünglichen Namen: Paulaner. Dies gefiel dem alten Herrn jedoch gar nicht, sodass er laut Urbaner Legende als Geist auf den Nockherberg zurückkehrte und nun in der Starkbierzeit (während der katholischen Fastenzeit) um Schlag Mitternacht ein Brauereigespann den Berg hinunterjagt. Einige Besucher der Brauerei behaupten standfest, ihn gesehen zu haben – nach wie vielen Starkbieren die Sichtungen passieren, ist allerdings unbekannt.

Lasst euch beim Genuss vom Bier auf dem Nockherberg nicht von wilden Urbanen Legenden zurückschrecken. Aber vorsichtshalber von Kutschen Abstand nehmen!
Lasst euch beim Genuss vom Bier auf dem Nockherberg nicht von wilden Urbanen Legenden zurückschrecken. Aber vorsichtshalber von Kutschen Abstand nehmen!

Der Unbekannte vom Maxtor

An so manchen nebligen Abenden kann es vorkommen, dass man den Maximiliansplatz zum Maxtor überquert und dann beim Durchschreiten des Tores plötzlich ein sehr korpulenter Mann neben einem auftaucht. Dieser Mann folgt den Leuten bis zu ihrer Haustür, wo er sich spontan in Luft auflöst. Es fing mit einer Beobachtung an, doch bis heute häufen sich ähnliche Berichte von vielen Münchnern und machten aus dem Mann eine gruselige Urbane Legende.

Monachia

Dieses riesige Gemälde hängt im Kleinen Sitzungssaal des Münchner Rathauses und zeigt bedeutende Figuren der Stadt zur Zeit, als es gemalt wurde – 1879. Dazu steht im Gemälde eine Frau in weißem Gewand, die Monachia, welche als Symbolbild für die Stadt München steht. Laut Urbaner Legende, die im Rathaus kursiert, kann es vorkommen, dass die Figuren des Gemäldes nachts immer mal wieder zum Leben erwachen und sogar aus dem Gemälde steigen und durchs Rathaus streifen. Dabei muss sich der Beobachter keine Sorgen machen, einfach freundlich grüßen reicht.

Laut Urbaner Legende könnt ihr nachts den Figuren eines Gemäldes im Münchner Rathaus begegnen.
Laut Urbaner Legende könnt ihr nachts den Figuren eines Gemäldes im Münchner Rathaus begegnen.

Macht euch selbst auf die Spurensuche nach verrückten Geschichten und Urbanen Legenden von München oder auch anderen Städten. Man lernt so viele neue Dinge über die Stadt und ihre Umgebung. Wenn ihr mehr Rätsel knacken wollt, probiert mal die Escape Games im Escape Room München