5+1 Dinge, die Sie noch nicht übers Oktoberfest wussten

09/12/2019

Eine Bierpipeline führt zum Hackerzelt am Münchner Oktoberfest

Auch das Oktoberfest München 2019 wird wieder eines der größten Volksfeste der Welt. Die Bierzelte sind oft so überfüllt, dass man leichter aus einem Escape Room entkommt, als dort den Ausgang zu finden. Ganz zu schweigen, von dem vielen Bier, das jedes Jahr auf der Wiesn, wie das Münchner Oktoberfest heißt, getrunken wird. Doch es gibt ein paar lustige Geschichten, die Du wahrscheinlich noch nicht vom Oktoberfest gehört hast.

1. München braucht einen schlagkräftigen Bürgermeister

Der amtierende Oberbürgermeister der Stadt wurde dazu auserkoren, das erste Fass vom Münchner Oktoberfest anzuschlagen. Diese Tradition hat 1950 begonnen, als das Stadtoberhaupt, Thomas Wimmer, gerade zufällig im Festzelt seines Großvater Michael Schottenhamel zugegen war. Er wurde damit der erste Bürgermeister von München, der das Oktoberfest eröffnete, indem er das erste Fass Bier anzapfte. Bis heute findet deswegen diese Eröffnungszeremonie im Schottenhamel Festzelt statt. Gleichzeitig brach er auch noch den Negativrekord. Er benötigte nämlich 17 Schläge bis er endlich rufen konnte „O’zapft is!“, weil das erste Bier aus dem Fass spritzte. Diese Schlachtruf erklingt bis heute zum Start jedes Münchner Oktoberfestes. Der absolute Rekordhalter war übrigens Christian Ude. Er zapfte von 1993 bis 2014 ganze siebenmal das erste Fass Bier mit jeweils nur zwei Schlägen an. Mal sehen, wie es heuer klappt.

2. Auch 2019 werden wieder Rekorde gebrochen

Am Münchner Oktoberfest werden 7 Millionen Liter Bier getrunken

Normalerweise werden am Oktoberfest nicht nur unglaubliche 7 Millionen Liter Bier getrunken. Auch beim Essen stellen die Besucher jährlich neue Rekorde auf. Es werden in den 14 Tagen 116 Ochsen, 85 Kälbern, 120.000 Paar Schweinswürste, eine halbe Million Hendel und knapp 60.000 Schweinshaxen verspeist. Durch die Festivitäten werden drei Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. Das kommt dem Stromverbrauch einer Kleinstadt gleich.

Wenn soviel vertilgt wird, dann gibt es auch jede Menge Abfall. Damit ist einerseits ein Müllhaufen von 230 Tonnen Mist gemeint. Andererseits gibt es knapp 900 Pissoirs für die Männer, damit diese nicht zu sogenannten „Wildbieslern“ werden. Dazu kommen noch 1400 Sitzplätze in den Toiletten, die von Frauen und Männern benutzt werden. Die Besucherzahlen sind zwar aktuell rückläufig, aber auch beim Oktoberfest 2019 werden sicherlich wieder einige Rekorde gebrochen.

3. Die legendäre Bierpipeline

Eine Bierpipeline führt zum Hackerzelt am Münchner Oktoberfest

Da der Bierkonsum jährlich immer weiter ansteigt, obwohl zuletzt weniger Leute kamen, mussten die Veranstalter kreativ werden. Es wird schön langsam immer schwieriger, die mehr als sieben Millionen Liter Bier in Fässern anzuschleppen. Daher hat das Hackerzelt kurzerhand kräftig investiert. Sie ließen eine 250 Meter lange Pipeline verlegen, die unter der Theresienwiese zum Hackerzelt führt. Dort werden nun vollautomatisch tausend Hektoliter Biertank in fünf Stationen mit kaltem Bier befüllt. Die ungefähr 10.000 jährlichen Besucher im Hackerzelt sollten also zukünftig immer gut versorgt sein. Denn die Zulieferung mit den Tankwagen durch die Menschenmassen war eine schwierigere Aufgabe als aus den Escape Games zu entkommen. Eine Lieferung hat oft bis zu neun Stunden gebraucht.

4. Wird am Oktoberfest 2019 alles ausgetrunken?

6 Millionen Besucher aus aller Welt trinken am Oktoberfest das Bier aus

Genau solche Herausforderungen bei der Zulieferung haben schon dazu geführt, dass in einem Zelt nicht schnell genug nachgefüllt werden konnte. Im Jahr 1981 stand doch tatsächlich das berühmte Hofbräu-Zelt plötzlich ohne Bier da. Etwas schlimmeres kann einem Veranstalter auf dem Münchner Oktoberfest nicht passieren. Doch das benachbarte Zelt von Richard Süßmeier half Gott sei Dank sofort aus. So kam es dazu, dass im Hofbräu-Festzelt im Jahre 1981 zeitweise Paulaner Bier ausgeschenkt wurde.

5. Darum startet das Oktoberfest im September

Auch das Oktoberfest 2019 startet wieder am 12. September und nicht im Oktober. Ursprünglich war es nur ein fünftägiges Fest, das Kronprinz Ludwig zur Hochzeit mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen veranstaltete. Da es so gut ankam, wurde es dann jährlich wiederholt und immer länger. Da es im Oktober oft schlechtes Wetter gibt, lassen es die Veranstalter immer weiter in den September rutschen. Es hat also rein praktische Gründe.

5+1. Lokalverbot auch für Promis am Oktoberfest

Nicht nur betrunkene Raufbolde, die mit Maßkrügen andere Gäste verprügeln, werden des Platzes verwiesen. Natürlich auch Rüpel, die Damen belästigen, oder Mädels die sich betrunken entblößen, dürfen das Fest verlassen. Dabei werden auch keine Ausnahmen für Prominente gemacht, denn alle Besucher sollen hier Spaß haben können. Doch auch für Verstöße gegen das Werbeverbot kann man rausfliegen. Das durfte die Hotelerbin Paris Hilton 2006 erfahren, weil sie fleißig mit einer Getränkedose und ihrem Haarband für eine berühmte Prosecco-Marke warb.

Das Oktoberfest 2019 wird wieder rekordverdächtig

Auch im Jahr 2019 werden wieder mehr als sechs Millionen Besucher erwartet. In dem Gedränge wird es leichter sein, aus dem Escape Room zu entkommen, als den Menschenmassen dort. Buche jetzt ein tolles Abenteuer im Escape Room München, dann kannst Du anschließend am Oktoberfest Deinen Freunden davon erzählen.