Die schockierendsten Fakten übers Oktoberfest

10/22/2019

Alle Jahre wieder lädt die bayerische Hauptstadt zum größten Volksfest der Welt ein, dem Oktoberfest. Kaum jemand in Deutschland, der noch nicht zwischen Ende September und Anfang Oktober nach München gepilgert ist, um sich in Dirndl und Lederhosen zu betrinken.

Es kursieren extrem viele Blogeinträge, Artikel, Videos und Fotos rund ums Oktoberfest 2019 und die Feste der vergangenen Jahre, doch wir haben und mal nach den schockierenden Fakten umgeschaut. Uns geht es nicht darum wer von euch wie betrunken war, welche Stars dieses Mal auftauchten oder was die Wiesnwache der Polizei München mal wieder auf Twitter verkündet. Wir ermitteln wie bei einem Escape Game und interessieren uns für Fakten, die sonst kaum einer weiß. Dinge, die alle erstaunen werden. 

Glaskrüge

Das Oktoberfest gibt es bereits seit 1810, einige von euch werden sich bestimmt noch an die 200-Jahr Feier erinnern. Damals wurde das Bier noch in Steingutkrügen ausgeschenkt. Erst seit 1882 gibt es die Glaskrüge, die bis heute verwendet werden. Man sieht das Bier schöner durch die Glaskrüge und ganz nebenbei sind diese auch recyclebar, was den aktuellen Zeiten mehr als nur entspricht. Schließlich fallen jedes Jahr viele der Krüge hinunter und werden entsorgt. 

Markenzeichen des Oktoberfestes: der Masskrug aus Glas.

Spannerlöcher in den Damentoiletten

Früher gab es auf dem Münchner Oktoberfest noch nicht die Toilettenanlagen mit Wasser und allem Drum und Dran. Damals gab es nur Plumpsklos, die aus Holzbrettern zusammengezimmert waren. Ihr kennt sie noch vielleicht von romantisierten Darstellungen des Alpenlandes, die mit den Herzchen als Fenster. Damals haben auch die Männer, oft diejenigen, die die Klos hergestellt haben, in die Damenklos Löcher gebohrt, um dann spicken (spannen) zu können. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei, Ladies! 

So viel Müll!

Pro Jahr fallen auf dem Oktoberfest in München rund 900 Tonnen Restmüll an. Recycling ist mit knapp 1.700 Tonnen fast doppelt so viel! Und trotzdem: das ist noch wenig. Bis 1991 war die Verwendung von Wegwerfgeschirr erlaubt, damals gab es pro Jahr satte 8.100 Tonnen Restmüll, das neunfache der aktuellen Menge. Die heutige Menge entspricht übrigens etwa 200 Gramm Restmüll pro Besucher. Es ist also nicht, als wäre das Oktoberfest eine schmutzige Angelegenheit, sondern es gibt einfach viele Leute, von denen jeder in bisschen Müll produziert. 

Kater sind offiziell eine Krankheit

Ein Gericht hat erst am 24. September, also pünktlich zum Fassanstich des Oktoberfestes in München, entschieden, dass ein Kater offiziell eine Krankheit ist. Im Fall ging es um eine Firma, die Getränkepulver zur Bekämpfung von Katern verkaufte und das Gericht entschied, dass man keine Lebensmittel als Medizin gegen Krankheiten anpreisen darf. Bedeutet im Umkehrschluss aber auch die offizielle Bezeichnung des Katers, dass man sich jetzt einfach am Tag nach der Wiesn krankmelden darf? Das habt ihr aber nicht von uns! 

Gilt jetzt als Krankheit: der Kater nach dem Besuch des Oktoberfestes.

Schon 24 Ausfälle

Gut, dass das Oktoberfest 2019 stattfinden kann, denn das Fest ist schon 24 Mal ausgefallen, seit es 1810 gegründet wurde. Bereits 1813 war wegen Napoleons Kriegen in Bayern ein Pausenjahr angesagt. 1854 und 1873 wurde München von der Cholera, einer hochansteckenden Durchfallkrankheit, abgesagt, da die Enge eines Festzeltes die perfekte Bedingung für die Verbreitung einer solchen Krankheit geeignet ist. In den 20ern des letzten Jahrhunderts fiel es zwei Jahre lang wegen zu hoher Inflation aus, denn wegen Geldsorgen hatte so gut wie keiner in Bayern Feierlaune. Und natürlich fiel es in den beiden Weltkriegen aus, denn man hatte etwas dringlichere Sorgen und Nöte, als ein großes Fest auszurichten. 

Das Fundbüro

Das Fundbüro des Oktoberfestes hat einen regen Zulauf, fast wie die Bierzelte nebenan. Es gibt pro Jahr etwa 700 Ausweise, 400 Geldbeutel und 300 Taschen oder Schlüssel, die von ihren Besitzern getrennt werden. Aber nicht nur das: zu den abgegebenen Fundstücken gehören auch eine Beinprothese, Gebiss, ein Zahn, Rollstühle und ein Rauhaardackel. 

Übrigens: nur 20% aller abgegebenen Sachen werden von ihren Besitzern wieder abgeholt. Wenn ihr was verliert, lohnt es sich, im Fundbüro nachzufragen. 

Wollt ihr auch nach Fakten graben und Dinge erforschen? Schaut mal beim Escape Room München vorbei, dort könnt ihr selbst bei den kniffligsten Escape Games eure inneren Detektive auf Probe stellen. Kommt vor der Wiesn einfach mit euren Freunden vorbei und probiert es aus.