Münchens größte ungeklärte Mysterien

08/22/2019

Der Wolpertinger ist ein berühmtes bayerisches Fabelwesen

München ist eine moderne Großstadt, die bei Touristen besonders beliebt ist, nicht zuletzt wegen des Oktoberfestes. Doch hinter der Fassade der Stadt stecken so viele ungeklärte Rätsel und Legenden, dass es einem vorkommt, als wäre die ganze Stadt ein einziges Mysterium. Von der Frauenkirche bis zu unaufgeklärtem Massenmord, hier gibt es sehr viele ungelöste Mysterien, die die Leute teils nach mehreren Jahrhunderten immer noch beschäftigen. Wenn ihr bisher dachtet, die Spiele in einem Escape Room seien schwer zu lösen, täuscht ihr euch. Unsere Geschichten dieses Artikels beschäftigen viele Leute seit langer Zeit und es gibt trotzdem noch keine Lösung. 

Der Massenmord am Hinterkaifeck

Hinterkaifeck war ein kleiner Aussiedlerhof in der Nähe von München, wo in der Nacht vom 31. März auf 1. April 1922 alle sechs Bewohner grausam erschlagen wurden. Die Opfer waren die verwitwete Bäuerin, ihre Eltern, zwei Kinder und die Magd. Da es keine Überlebenden gab, wurde die Tat zunächst gar nicht entdeckt, sondern erst vier Tage später. Diverse Leute bemerkten, dass der Briefkasten voll blieb, die Tochter in der Schule fehlte und alle Bewohner in der Kirche fehlten. Doch erst nach vier Tagen beschloss der Bürgermeister eines nahegelegenen Dorfes, nach dem Rechten zu sehen und fand die Leichen.

Der Mordfall wurde nie aufgeklärt, sondern 1955 offiziell geschlossen. Selbst weitere Vernehmungen in den 80ern blieben ergebnislos. Nicht nur der Mord selbst ist ein ungeklärtes Mysterium, sondern auch, wieso bis zum Tag der Entdeckung der Leichen die Kühe noch (vom Mörder?) gemolken wurden oder warum schon vorher ein Schlüssel zum Hof abhandengekommen war, oder woher unbekannte Spuren im Schnee stammten. Doch selbst damit hören die Rätsel nicht auf: 1923 wurde der Hof abgerissen und bis heute, knapp 100 Jahre später, wächst auf dem Boden nur Thymian. Nicht mal Unkraut will dort leben. 

Die Frauenkirche

Am Eingang der Frauenkirche Münchens befindet sich eine besondere Bodenfliese mit einem Fußabdruck, der Rätsel birgt. Der Legende nach soll beim Bau im 15. Jahrhundert der Teufel dem Baumeister das Versprechen abgenommen haben, dass der Kirchenbau keine Fenster haben dürfe. Als die Kirche fertig war, kam der Teufel und wollte nachsehen, ob das Versprechen gehalten worden war. Er stand auf der Stelle des Fußabdrucks und konnte keine Fenster sehen. Dies brachte ihn zum lachen, doch gleich darauf entdeckte er, dass er ausgetrickst worden war. Von dieser Stelle aus kann man keine Fenster sehen, doch nur einen Schritt weiter kommen sie ins Blickfeld. Der zornige Teufel wollte mit einem Sturm die Kirche zerstören – erfolglos – doch bis heute weht ein kalter Wind um die Kirche herum. Ein ungeklärtes Mysterium für Wetterfrösche.

Die Münchner Frauenkirche birgt ungeklärte Mysterien.
Die Münchner Frauenkirche birgt ungeklärte Mysterien

Der Gurlitt-Fall

Vor ein paar Jahren machte der Fall die Runde um die Welt. Bei einem eigenbrötlerischen Mann in München wurden etwa 1500 Gemälde von unschätzbarem Wert gefunden: Cornelius Gurlitt. Dessen Vater, Hildebrand Gurlitt, war hochrangiger Kunsthändler der Nazis im Dritten Reich und einige der Gemälde wurden sofort der Kategorie „Raubkunst der Nazis“ zugeordnet. Doch um viele andere Gemälde ranken sich nach wie vor ungeklärte Mysterien. Waren sie Raubkunst? Wenn ja, wer waren die rechtmäßigen (meist jüdischen) Besitzer und wo und wer sind ihre heute lebende Nachfahren? Dieses Rätsel wird Kunsthistoriker noch Jahre befassen, denn Gurlitt selbst starb nicht lange nach dem Fund. 

Der Wolpertinger

Unter den ungeklärten Mysterien der bayerischen Kultur gehört der Wolpertinger zu dem Top 10. Warum gibt es ihn? Wer hat damit angefangen? Was hat es mit den zahlreichen Legenden auf sich?

Für alle, die ihn nicht kennen: der Wolpertinger ist ein Tier, das man in der bayerischen Kultur findet, der aus vielen zusammengenähten Teilen von Tieren besteht, die traditionell in Bayern gejagt werden. Er hat ein Rehgeweih, Hasenohren, Flügel des Eichelhähers, Schneidezähne eines Marders uvm. Laut Legende kann er nur bei Nacht und Vollmond gesehen werden, weshalb es nur wenige Exemplare gibt. Wer neugierig ist, kann einen im Jagd und Fischerei Museum in der Neuhauser Straße anschauen. 

Der Wolpertinger ist ein berühmtes bayerisches Fabelwesen
Der Wolpertinger ist ein berühmtes bayerisches Fabelwesen

Egal, wo ihr in München seid, an jeder Ecke ranken sich Mysterien, die auf eine Lösung warten. Wenn ihr selbst Fälle lösen wollt, schaut beim Escape Room München vorbei und beißt euch an deren Escape Games die Zähne aus!